idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
16.01.2006 12:34

DGIM: Mindestmengen kein Garant für Qualität

Medizin - Kommunikation Pressearbeit
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin sieht in Mindestmengen keinen Garant für Qualität

    Wiesbaden - Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) betont, dass es keinen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen der Anzahl behandelter Fälle und der Qualität einer Behandlung gibt. Die Fachgesellschaft verleiht damit ihrer kritischen Haltung gegenüber Regelungen ärztlicher Leistungen durch verbindliche Mindestmengen in der Inneren Medizin Nachdruck. Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hatte sich kürzlich in Berlin gegenüber der Mindestmengenregelung kritischer als noch vor einem halben Jahr geäußert.

    Mindestmengen regeln, dass Krankenhäuser bestimmte ärztliche Leistungen nur dann anbieten dürfen, wenn sie eine jährlich geforderte Anzahl entsprechender Fälle nachweisen können. Vorgeschriebene Mindestmengen gehen häufig über die in der Weiterbildungsordnung für Ärzte festgelegten Richtzahlen hinaus. "Es ist jedoch gar nicht erweisen, dass 'viel' hier gleichbedeutend mit 'gut' ist", sagt Professor Dr. med. Hans-Peter Schuster, Generalssekretär der DGIM. Eine hohe Zahl durchgeführter Eingriffe sei nicht gleichbedeutend mit hoher Qualität. Vielmehr komme es sogar vor, dass hohe Fallzahlen das Niveau senken. Auch kleinere Behandlungszahlen hätten nicht selten ausgezeichnete Ergebnisse zur Folge.

    Die DGIM fordert, die Auswirkungen ausgewählter Mindestmengen in der Inneren Medizin auf die medizinische Versorgung zunächst durch umfassende wissenschaftliche Studien zu prüfen. Erst wenn der Nachweis erbracht sei, dass mit der Fallzahl die Qualität steige, sei eine breite Anwendung der Mindestmengenregelung in Betracht zu ziehen.

    In Deutschland gelten seit dem 1. Januar 2004 für verschiedene Indikationen Mindestmengen. Dazu gehören unter anderem Eingriffe an Speiseröhre und Bauchspeicheldrüse, Leber-, Nieren- und Knochenmarktransplantationen sowie künstliche Kniegelenke.

    ANTWORTFORMULAR:

    ___Bitte informieren Sie mich regelmäßig über die Aktivitäten der DGIM
    ___per E-Mail
    ___per Post.

    NAME:
    MEDIUM:
    ADRESSE:

    TEL/FAX:

    Pressekontakt für Rückfragen:
    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
    Pressestelle
    Anna Julia Voormann
    Postfach 30 11 20
    D-70451 Stuttgart
    Tel: 0711 89 31 552
    Fax: 0711 89 31 167
    E-Mail: info@medizinkommunikation.org


    Weitere Informationen:

    http://www.dgim.de Homepage der DGIM


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Politik, Recht, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).