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14.03.2014 15:16

18. Arbeitstagung für Gesprächsforschung - „recipient design / Adressatenzuschnitt“

Dr. Annette Trabold Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Institut für Deutsche Sprache

    Die Anpassung der eigenen Äußerungen an das Vorwissen, aber z.B. auch die Befindlichkeit, den sozialen Status und die Ziele des Adressaten nennt man „recipient design“ bzw. Adressatenzuschnitt. Auf der 18. Arbeitstagung zur Gesprächsforschung am Institut für Deutsche Sprache Mannheim, die vom 26. bis 28. März stattfindet, werden neueste Forschungen zum „recipient design“ in Gesprächen vorgestellt.

    - „Der hat das da reingetan und dann warn da auf einmal zwei Hasen.“ -
    Nichts verstanden? Wer war „der“? Wo wurde etwas hereingetan? Und was war da, bevor zwei Hasen da waren?

    Eltern bekommen oft solche Erzählungen von ihren Kindern zu hören. Sie wissen, dass sie manchmal beharrlich detektivisch nachfragen müssen, bis sie erfahren, dass ein Zauberer einen Hasen unter ein Tuch gesteckt und dann zwei Hasen herausgeholt hat.
    Kinder müssen erst lernen, dass ihre Adressaten nicht das Gleiche wie sie selbst wissen, und wie sie folglich ihre Erzählungen so gestalten müssen, dass den Adressaten die verstehensnotwendigen Informationen mitgeteilt werden.

    Diese Anpassung der eigenen Äußerungen an das Vorwissen, aber z.B. auch die Befindlichkeit, den sozialen Status und die Ziele des Adressaten nennt man „recipient design“ bzw. Adressatenzuschnitt. Auf der 18. Arbeitstagung zur Gesprächsforschung am Institut für Deutsche Sprache Mannheim werden neueste Forschungen zum „recipient design“ in Gesprächen vorgestellt. Es wird u.a. diskutiert,
    • wie Beiträge so zugeschnitten werden, dass sie verschiedene Bedeutungen für Adressaten und andere Zuhörer zugleich haben,
    • wie es auch Erwachsene systematisch versäumen, bei der Formulierung ihrer Äußerungen die Partnerperspektive richtig in Rechnung zu stellen und
    • in welchem Maße tatsächlich das individuelle Gegenüber (Frau Müller) oder vielmehr Annahmen über Mitglieder einer allgemeinen sozialen Kategorie (alte Leute), z.B. in einem Arzt-Patient-Gespräch, bestimmen, wie Äußerungen formuliert werden.

    Nähere Informationen zur Tagung und das Programm finden Sie unter: http://tagung.gespraechsforschung.de

    Ansprechpartner: Prof. Dr. Arnulf Deppermann
    deppermann@ids-mannheim.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Medien- und Kommunikationswissenschaften, Sprache / Literatur
    regional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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