idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
14.11.2011 13:48

Neue deutsch-russische Nachwuchsgruppe am Dresdner Helmholtz-Zentrum

Dr. Christine Bohnet Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

    Der Materialforscher Dr. Kay Potzger vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und fünf weitere Helmholtz-Wissenschaftler erhalten von der Helmholtz-Gemeinschaft in den nächsten drei Jahren jeweils 150.000 Euro, um deutsch-russische Nachwuchsgruppen aufzubauen.

    Kay Potzger möchte das Geld nutzen, um eine langfristige Zusammenarbeit mit der Physikerin Dr. Alevtina Smekhova von der M.V.Lomonosov Moscow State University aufzubauen. Beide Wissenschaftler beschäftigen sich mit dem Material Titanoxid, das beispielsweise als Lebensmittelzusatzstoff sowie für die Herstellung von Farben und Lacken angewendet wird, aber auch für die Materialforschung sehr interessant ist: Titanoxid ist eigentlich ein nicht magnetisches Material, lässt sich jedoch magnetisieren, wenn man dessen Struktur durch Einbringen fremder Atome gezielt ändert. Die neue deutsch-russische Nachwuchsgruppe hat das Ziel, die Ursachen der in magnetischem Titanoxid gefundenen besonderen Form des Magnetismus grundlegend zu untersuchen und die magnetischen, elektrischen und strukturellen Eigenschaften des Materials umfassend zu analysieren. Materialien, die mehrere Funktionalitäten wie magnetisches Titanoxid kombinieren, werden in der Datenverarbeitung, für Sensoren oder auf dem neuen Gebiet der Spintronik eingesetzt.

    Beide Partnereinrichtungen, das Dresdner Helmholtz-Zentrum und die Moskauer Universität, ergänzen sich methodisch in hervorragender Weise: während am HZDR Ionenstrahlen zur Herstellung neuer Materialeigenschaften und Positronenstrahlen zur zerstörungsfreien Materialanalyse genutzt werden, sind an der russischen Partnereinrichtung magnetooptische Verfahren sowie Resonanzmessungen möglich. Dank der Förderung durch die Helmholtz-Gemeinschaft können diese Verfahren nun gemeinsam für Materialuntersuchungen eingesetzt werden.

    Die Fördersumme in Höhe von 150.000 Euro wird am HZDR und bei den russischen Partnern investiert, beispielsweise für den Austausch von Wissenschaftlern, Materialproben und Technik. In Dresden sollen davon außerdem die Stellen eines Wissenschaftlers sowie von Doktoranden finanziert werden.

    Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren arbeitet bereits seit 2006 mit der Russischen Stiftung für Grundlagenforschung zusammen, um die Zusammenarbeit zwischen jungen deutschen und russischen Wissenschaftlern zu unterstützen. In der jetzigen vierten Ausschreibungsrunde wurden 20 Anträge eingereicht, sechs davon werden mit jeweils 150.000 Euro gefördert.

    Weitere Informationen
    Dr. Kay Potzger
    Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung
    Tel.: 0351 260 3244
    k.potzger@hzdr.de

    Pressekontakt
    Dr. Christine Bohnet
    Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
    Pressesprecherin
    Tel. 0351 260-2450 oder 0160 969 288 56
    c.bohnet@hzdr.de | www.hzdr.de

    Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) hat das Ziel, langfristig ausgerichtete Spitzenforschung auf gesellschaftlich relevanten Gebieten zu leisten. Folgende Fragestellungen stehen hierbei im Fokus:
    • Wie verhält sich Materie unter dem Einfluss hoher Felder und in kleinsten Dimensionen?
    • Wie können Tumorerkrankungen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden?
    • Wie nutzt man Ressourcen und Energie effizient und sicher?
    Zur Beantwortung dieser wissenschaftlichen Fragen werden fünf Großgeräte mit teils einmaligen Experimentiermöglichkeiten eingesetzt, die auch externen Nutzern zur Verfügung stehen.
    Das HZDR ist seit 1.1.2011 Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Es hat vier Standorte in Dresden, Freiberg, Leipzig und Grenoble und beschäftigt rund 800 Mitarbeiter – davon 380 Wissenschaftler inklusive 120 Doktoranden.


    Bilder

    Am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) können Materialien zerstörungsfrei mittels Positronenstrahlung untersucht werden. Die neue deutsch-russische Nachwuchsgruppe nutzt dieses Verfahren.
    Am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) können Materialien zerstörungsfrei mittels Positronen ...
    Quelle: Foto: AIFilm


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


     

    Am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) können Materialien zerstörungsfrei mittels Positronenstrahlung untersucht werden. Die neue deutsch-russische Nachwuchsgruppe nutzt dieses Verfahren.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).