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08.12.2022 12:06

Als hervorragend bewertet: Lehrveranstaltung „Technische Logistik“ des BIBA

Sabine Nollmann Öffentlichkeitsarbeit
BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

    Präsenz- und E-Learning beispielhaft zu einer Einheit zusammengeführt | Methoden des Blended Learning und deren Umsetzung überzeugen Jury: BIBA-Wissenschaftlerin erhält für ihr innovatives didaktisches Konzept Berninghausenpreis

    Onlinebasierte Lernphasen mit klassischen Lernphasen zielorientiert verknüpft – der „Berninghausenpreis für ausgezeichnete Lehre und ihre Innovation“ an der Universität Bremen wurde in diesem Jahr unter anderem an Dr.-Ing. Ann-Kathrin Rohde, Wissenschaftlerin am BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen, verliehen. Die Auswahlkommission würdigt damit ihr innovatives didaktisches Konzept im „Blended Learning“-Format der Lehrveranstaltung „Technische Logistik“, die für die Studiengänge des Uni-Fachbereichs Produktionstechnik angeboten wird.

    Die von der Universität Bremen sowie dem Verein unifreunde (Freunde der Universität Bremen und der International University Bremen) gestiftete Auszeichnung wurde gestern (7. Dezember) im Haus Schütting durch Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Wissenschaft und Häfen der Freien Hansestadt Bremen, Prof. Dr.-Ing. Maren Petersen, Konrektorin der Universität Bremen, Kerstin Hainle, stellvertretende Vorsitzende der unifreunde, und Carl Berninghausen, Vorstandsvorsitzender der „Berninghausen Stiftung“, feierlich überreicht.

    Durchdachte Didaktik in den Ingenieurswissenschaften

    Die Preisträgerin fokussiert in ihrem didaktischen Konzept zur Lehrveranstaltung „Technische Logistik“ auf die Steigerung des Kompetenzerwerbs durch Unterstützung des selbstgesteuerten Lernprozesses der Studierenden und die Erhöhung der Lernautonomie der Studierenden. Hierfür wendet sie Methoden des Blended Learning an, indem sie onlinebasierte mit klassischen Lernphasen zielorientiert verknüpft.

    Als ein Element des Konzeptes integriert Rohde in jedem Vorlesungsblock mehrere Sequenzen, die jeweils eine Vermittlungsphase zu Wissen und Methoden sowie eine Selbstlernzeit umfassen. Zum Ende jeder Vermittlungsphase werden Aufgaben formuliert, welche die Studierenden in der Selbstlernzeit bearbeiten sollen. Durch die Arbeitsaufgaben wenden die Studierenden zuvor Erlerntes an, trainieren Bewertungsaufgaben oder nehmen Recherchen im Vorgriff auf eine sich anschließende Thematik vor. Ihre Ergebnisse verschriftlichen die Studierenden in einem persönlichen E-Portfolio und trainieren so eine wissenschaftliche fachliche Auseinandersetzung. Die bearbeiteten Themen fließen in die jeweilige Folgesequenz ein.

    Wissen nachhaltig vermitteln

    „Mir ist es wichtig, meinen Teil dazu beizutragen, nachhaltig Wissen zu vermitteln und Kompetenzen der Studierenden zu fördern, auf die sie im späteren Berufsleben immer wieder zurückgreifen können“, erklärt Rohde ihre Motivation für ihr über das Fachliche hinausgehende Engagement. Zum Beginn ihrer Lehrtätigkeit habe sie sich auch auf Basis eigener Erfahrungen während ihres Ingenieursstudiums damit auseinandergesetzt, wie Lerninhalte und Lehrmethoden in den Ingenieurswissenschaften im Sinne einer didaktisch qualitativen Lehre verknüpft werden können. Der Wandlungsprozess der Veranstaltung wurde durch die Herausforderungen der Pandemie beschleunigt und durch die Weiterqualifikationen der Preisträgerin im Rahmen des hochschuldidaktischen Qualifizierungsprogramms an der Universität Bremen gestützt.

    Der Berninghausenpreis

    Der „Berninghausenpreis für ausgezeichnete Lehre und ihre Innovation“ ist eine in Bremen vergebene und von der Universität Bremen sowie der Gesellschaft der Freunde der Universität Bremen und der Jacobs University e. V. (unifreunde) gestiftete Auszeichnung. Sie würdigt „außergewöhnliches Engagement und besondere Kreativität von Lehrenden“. Der Preis wurde von Friedo Berninghausen, langjähriger Präses der Handelskammer Bremen, ins Leben gerufen und 1992 erstmals vergeben. Die Preisträger werden von einer durch den Akademischen Senat ernannten Auswahlkommission bestimmt.

    Dr.-Ing. & Pat.-Ing. Ann-Kathrin Rohde

    Seit dem Abschluss ihres Produktionstechnik-Studiums an der Universität Bremen 2009 mit Praktika in Frankreich (Airbus und ACB) ist Ann-Kathrin Rohde als wissenschaftliche Mitarbeiterin am BIBA tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in der Potenzialanalyse und Entwicklung innovativer Logistiktechnologien, der Optimierung logistischer Prozesse und dem Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die industrielle Realität. Ein Fokus liegt auf den Themenfeldern „Energie“ und „Lebensmittelproduktion“. In Forschung, Lehre und Transfer bringt Rohde auch ihre Erfahrungen als Patentingenieurin ein. Seit 2017 hält sie die Vorlesung „Technische Logistik“. Im Jahr 2020 hat sie ihre Promotion an der Universität Bremen abgeschlossen.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr.-Ing. Ann-Kathrin Rohde, Telefon: 0421 218-50 132, E-Mail: rod@biba.uni-bremen.de
    Prof. Dr.-Ing. Michael Freitag, Telefon: 0421 218-50 001, E-Mail: fre@biba.uni-bremen.de


    Weitere Informationen:

    http://www.biba.uni-bremen.de
    http://www.produktionstechnik.uni-bremen.de
    http://www.unifreun.de
    http://www.berninghausen-stiftung.de


    Bilder

    An-Kathrin Rohde, BIBA-Wissenschaftlerin (Mitte) freut sich über die Auszeichnung für ihre Lehre.
    An-Kathrin Rohde, BIBA-Wissenschaftlerin (Mitte) freut sich über die Auszeichnung für ihre Lehre.
    Jens Lehmkühler
    Foto: Jens Kehmkühler


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Informationstechnik, Maschinenbau, Pädagogik / Bildung, Verkehr / Transport, Wirtschaft
    regional
    Studium und Lehre, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


     

    An-Kathrin Rohde, BIBA-Wissenschaftlerin (Mitte) freut sich über die Auszeichnung für ihre Lehre.


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