Unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe von Fukushima hat die Bundesregierung im Frühjahr 2011 den Ausstieg aus der Kernkraft beschlossen und eine Energiewende eingeleitet. Die Endlagerung von radioaktiven Stoffen und Brennelementen ist damit nicht gelöst; sogenannte Castor-Transporte bleiben noch viele Jahre notwendig.
Darauf weist – angesichts der aktuellen Bilder über den Transport von Behältern zur Aufbewahrung radioaktiven Materials aus dem französischen La Hague nach Deutschland – Prof. Dr.-Ing. Bernd Lewin hin. Der Studiendekan des neu gegründeten Bachelor-Studienganges Energiewirtschaft der Hochschule Biberach fordert „eine nachhaltige Betrachtung von Energiefragen“. In der Vergangenheit, so Lewin, seien Energiekonzepte oftmals zu technisch betrachtet worden.
Die Hochschule Biberach ergänzt ihre ingenieurwissenschaftliche Ausbildung im Bereich Energie & Klima deshalb seit dem Wintersemester 2011/12 durch einen betriebswirtschaftlichen Studiengang. Der Bachelor-Studiengang Energiewirtschaft bildet in den drei Themengebieten „klassische Betriebswirtschaftslehre“, „Energiewirtschaft“ und relevante Gebiete der „Rechtswissenschaften“ aus. Das Studium beinhaltet dabei auch die politischen Rahmenbedingungen sowie Möglichkeiten der Regulierung. Damit, so Lewin, habe die Hochschule Biberach ein nahezu einmaliges Studienkonzept entwickelt.
Die Absolventen seien in der Lage, so Lewin, „die gesamte Wertschöpfungskette von der Gewinnung der Energieträger über die Umwandlung bis hin zur Nutzung durch den Kunden“ zu bewerten.
Damit sei beispielsweise eine Konzeption „sinnvoller Förderprogramme für Erneuerbare Energien“ möglich, so der Experte für Energiewirtschaft, der „eine transparente Systematik zur Messung wirtschaftlicher Effizienz“ für derartige Programme in Deutschland vermisst.
„Das knappe Gut Energie wird zunehmend zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor“, sagt Prof. Lewin. Unternehmen, die öffentliche Hand ebenso wie Privathaushalte müssten sich darauf einstellen und Möglichkeiten des Energiesparens als Herausforderung annehmen.
Daraus würden sich für Absolventen des Biberacher Studienganges Energiewirtschaft zahlreiche Berufschancen ergeben – etwa in der Planung und Finanzierung von Energieprojekten, in der wirtschaftlichen Steuerung sowie im Risikomanagement von Energieabteilungen.
Bereits zum Start erfreute sich der Studiengang großer Nachfrage; die Hochschule Biberach wird den Studiengang deshalb bereits zum nächsten Wintersemester ausbauen und mehr Studienanfänger als bisher aufnehmen. Auch ein weiterführender Master-Studiengang ist laut Professor Lewin angedacht.
http://www.hochschule-biberach.de
Prof. Dr.-Ing. Bernd Lewin, Studiendekan, Studiengang Energiewirtschaft der Hochschule Biberach
Criteria of this press release:
Journalists
Economics / business administration, Energy, Environment / ecology
transregional, national
Studies and teaching
German

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