Zum 1. März 2011 beruft die Bayerische Akademie der Wissenschaften sieben weitere exzellente Nachwuchsforscher aus ganz Bayern in ihr Förderkolleg.
Zu den bereits 2010 aufgenommenen sechs Mitgliedern kommen nun – nach einer Auswahl aus rund 50 Bewerbungen – vier Wissenschaftlerinnen und drei Wissenschaftler mit folgenden Forschungsvorhaben hinzu:
Dr. Stefan Arnold LL.M. (Jg. 1976), LMU München, Institut für Internationales Recht – Rechtsvergleichung
Forschungsvorhaben: Vertrag und Verteilung – Die Bedeutung der iustitia
distributiva im Vertragsrecht
Dr. Daniel Leese (Jg. 1977), LMU München, Institut für Sinologie
Forschungsvorhaben: Zwischen Revolution und Reform. Übergangsjustiz und Herrschaftslegitimation in der VR China
Jun.-Prof. Dr.-Ing. Julia Mergheim (Jg. 1978), Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Technische Mechanik
Forschungsvorhaben: Selbstheilende Polymere: Modellierung und Simulation
Jun.-Prof. Dr. Ana Smith (Jg. 1975), Universität Erlangen-Nürnberg, Cluster of Excellence „Engineering of Advanced Materials“
Forschungsvorhaben: Biophysical modeling of elastic surfaces
Victor I. Spoormaker, Ph.D. (Jg. 1979), Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München, Arbeitsgruppe „Neuroimaging“
Forschungsvorhaben: Die Verknüpfung des Gehirns während des „rapid eye movement“ (REM)-Schlafes
Dr. Julia Stenzel (Jg. 1978), LMU München, Institut für Theaterwissenschaft
Forschungsvorhaben: Verhandlungen mit Sophokles: Das Attische Drama auf der politischen Bühne des 19. Jahrhunderts
PD Dr. Derya Tilki (Jg. 1979), LMU München, Klinikum Großhadern, Uro-logische Klinik und Poliklinik
Forschungsvorhaben: Diagnostik des Prostatakarzinoms anhand der Ultra-schallgesteuerten molekularen Darstellung der Tumorgefäße
Mit ihrem 2010 eingerichteten Kolleg fördert die Bayerische Akademie der Wissenschaften gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern. Den Kollegiatinnen und Kollegiaten steht in der Akademie ein hochkarätiges Forum für den interdisziplinären wissenschaftlichen Austausch zur Verfügung.
Bis 2012 wird die Zahl der Kollegiaten auf insgesamt 18 erhöht. Mit der Mitgliedschaft im Kolleg ist ein Forschungsstipendium von 12.000 Euro jährlich verbunden. Die Förderung läuft drei Jahre und kann bei erfolgreicher Zwischenbegutachtung bis zu sechs Jahre betragen. Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen während der Förderdauer ihre Forschungsvorhaben in interdisziplinären Veranstaltungen vor und diskutieren sie mit Spitzenwissenschaftlern aus dem Umfeld der Akademie.
Das Förderkolleg wird je zur Hälfte aus dem Haushalt der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst finanziert.
Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, gegründet 1759, ist eine der größten und ältesten Akademien in Deutschland. Sie ist zugleich Gelehrtengesellschaft und Forschungseinrichtung von internationalem Rang. In 42 Kommissionen mit rund 330 Mitarbeitern betreibt sie Grundlagenforschung in den Geistes- und Naturwissenschaften. Der Schwerpunkt liegt auf langfristigen Vorhaben, die die Basis für weiterführende Forschungen liefern und die kulturelle Überlieferung sichern, darunter kritische Editionen, wissenschaftliche Wörterbücher sowie exakt erhobene Messreihen. Sie ist ferner Trägerin des Leibniz-Rechenzentrums, eines der größten Supercomputing-Zentren Deutschlands, und des Walther-Meißner-Instituts für Tieftemperaturforschung.
http://www.badw.de/foerderkolleg/ - Informationen zum BAdW-Förderkolleg
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