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Press releaseWer viel hat, gibt nicht immer viel
Dr. Paul Stoop Informations- und Kommunikationsreferat Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH 12/17/2010 09:23
Neues Buch zeigt, warum Menschen spenden
Weihnachtszeit ist Spendenzeit – rund 20 Prozent aller Spenden werden in Deutschland allein im Dezember gegeben. Warum Menschen tatsächlich spenden, ist bislang wenig erforscht. Erste Antworten auf diese Frage liefert jetzt ein neuer Sammelband, den das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) mit herausgegeben hat.
Wer viel hat, gibt auch viel – das gilt nicht zwingend für das Spenden. So spenden in Deutschland Menschen mit hohem Einkommen anteilig am wenigsten – im Vergleich zu Menschen mit geringerem Einkommen und auch im Unterschied zum Spendenverhalten der Wohlhabenden in anderen Ländern. Für die Bereitschaft zu spenden machen die Autoren vielfältige Gründe geltend. Sie zeigen, dass Spenden nur zum Teil altruistischen Motiven entspringt. Wer spendet, erhofft sich häufig einen Nutzen – zum Beispiel Anerkennung oder Hilfe, wenn man dieser selbst bedarf. Zudem haben Faktoren wie Bildung, soziale Einbindung, eigene Erfahrungen mit Krankheit oder anderen Härtefällen in der Familie einen größeren Einfluss auf die Spendenbereitschaft als angenommen. Auch spenden Menschen oft spontan – meist dann, wenn die Medien über aktuelle Katastrophen berichten. Der Sammelband untersucht die Frage, warum wir spenden, aus dem Blickwinkel verschiedener Disziplinen. Biologen, Historiker, Ökonomen, Politikwissenschaftler, Psychologen, Soziologen und Theologen sowie Praktiker des Fundraising und Spendenwesens kommen zu Wort. Prosoziales Verhalten: Spenden in interdisziplinärer Perspektive, Maecenata Schriften, Ba 8, Stuttgart: Verlag Lucius & Lucius, 249 Seiten, € 44,00 Pressekontakt: Dr. Eckhard Priller, WZB-Projektgruppe Zivilengagement, Tel: 030/25491-362, priller@wzb.eu Claudia Roth, Pressestelle, Tel.: 030/25491-510, claudia.roth@wzb.eu more information:
URL of this press release: http://www.idw-online.de/pages/en/news402224
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars
Politics, Society
transregional, national
Scientific Publications German
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