Energie ist eines der wichtigsten Themen, die derzeit mit Blick auf die Zukunft in der Gesellschaft diskutiert werden. Gleich ob es um Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen, stabile langfristige Speicherung oder effizientere Nutzung geht, die Chemie liefert wesentliche Beiträge. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) hat sich dazu schon vielfach geäußert, u.a. in Positionspapieren, in Workshops und auf Tagungen. 2012 bietet sie in ihrem Fortbildungsprogramm erstmals ein Kurspaket „Chemie und Energie“ an. Die nächsten Kurse finden im Herbst statt.
Am 24. und 25. September befasst sich Professor Dr. Thomas Jüstel, Fachhochschule Münster, Steinfurt, in seinem zweitätigen Kurs „Incoherent Light Sources – From Black Body Radiators to Luminescent Semiconductors“ (Kurs-Nr. 802/12) mit verschiedenen Aspekten von Lichtquellen. Jüstel arbeitete mehrere Jahre im Philips Forschungslabor Aachen, von wo er 2004 zur Fachhochschule Münster als Professor für Anorganische Chemie und Materialwissenschaften wechselte. Ziel des Kurses ist, dass die Teilnehmer die effizientesten Varianten für einen ressourcenschonen Einsatz von Leuchtmitteln identifizieren und umsetzen können. Um dies zu erreichen, werden physikalische Prozesse und verwendete Materialien betrachtet, die bei heutigen Lichtquellen zum Tragen kommen. Zusätzlich bietet der Kurs einen Überblick über verschiedene Beleuchtungsmöglichkeiten.
Am 19. und 20. November widmet sich Dr. Andrea Balducci, Universität Münster, mit dem Kurs „Electrochemical energy storage devices“ (Kurs-Nr. 807/12) den verschiedenen Aspekten rund um elektrochemische Möglichkeiten der Energiespeicherung. Nach einem generellen Überblick über das Thema stehen am ersten Tag die Lithium-Ionen-Batterien im Fokus. Dabei werden sowohl Materialien für die Elektroden als auch die verwendeten Elektrolyte eingehender behandelt. Ein Blick auf zukünftige Trends in diesem Bereich rundet den ersten Kurstag ab. Der zweite Tag steht dann im Zeichen von Superkondensatoren und Brennstoffzellen. Auch hierbei geht es vor allem um die eingesetzten und in Entwicklung befindliche Materialien sowie weitere sich abzeichnende Trends. Balducci wagt abschließend einen generellen Ausblick auf die Weiterentwicklung und Bedeutung der elektrochemischen Energiespeicher.
Weitere Kurse 2012 im Block Chemie und Energie sind „Analytische und präparative Elektrochemie“ (Kurs-Nr. 805/12) sowie die „Elektroorganische Synthese“ (Kurs-Nr. 808/12). Beide Fortbildungen werden von Professor Dr. Siegfried Waldvogel gehalten und finden Anfang November statt.
Die Fortbildungskommission der GDCh, besetzt mit namhaften Vertretern aus Industrie und Akademia, hatte 2011 das Kurspaket Chemie und Energie gerne aufgenommen, so dass es umgehend in das Fortbildungsprogramm 2012 integriert werden konnte. Ein Novum ist, dass erstmals rein englisch-sprachige Kurse angeboten werden. Dr. Elisabeth Kapatsina, Koordinatorin Bildung der GDCh: „Die Aufnahme und Nachfrage des Themas Chemie und Energie in das Fortbildungsprogramm 2012 zeigt, wie wichtig der GDCh Information und Weiterbildung auf diesem Gebiet sind. Die gute Auslastung der beiden Kurse im Frühjahr und das positive Feedback der Teilnehmer zeigten bereits, dass die GDCh hier einen echten Bedarf abdeckt.“
Mehr zu den Kursen unter www.gdch.de/fortbildung.
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. ist mit rund 30.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen und Sektionen und fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. Die GDCh unterstützt die Bildung wissenschaftlicher Netzwerke, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die Ausbildung in Schule und Hochschule sowie die kontinuierliche Fortbildung für Beruf und Karriere.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wissenschaftler
Chemie, Energie
überregional
wissenschaftliche Weiterbildung
Deutsch
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