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Pressemitteilung

Die Präsidentin des "Hohen Rates für Biotechnologien" bricht eine Lanze für die Biotechnologien
Marie de Chalup
 
Wissenschaftliche Abteilung

Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland
01.09.2010 11:23
In einem Meinungsbeitrag in der Zeitschrift Le Figaro vom 20.7.2010 bezeichnet Catherine Bréchignac [1], Präsidentin des Hohen Rates für Biotechnologien (HCB) [2], die Biotechnologien als "ein Instrument für den Fortschritt". Sie möchte die Skepsis der Franzosen gegenüber den Biotechnologien verringern.
Während die Bedeutung der Biotechnologien im Bereich Gesundheit von der französischen Bevölkerung positiv bewertet werde, stelle sie sich Fragen hinsichtlich von Nahrungsmitteln, bzw. von genetisch veränderten Organismen. Am Beispiel der medizinischen Forschung und Louis Pasteur, wirft sie die Frage auf, ob es vorstellbar sei, dass er im Namen des Vorsorgeprinzips seine Tätigkeit als Wissenschaftler hätte einstellen müssen.

Catherine Bréchignac stellt die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts (Gesundheit, Energie, Wasser, Welternährung, Abfallbeseitigung) auf eine Ebene: die Biotechnologien seien "vom Menschen erfunden worden, um diesen Herausforderungen zu begegnen". Das hohe wissenschaftliche Potenzial Frankreichs, über das es in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts in den Biotechnologien verfügte, sei zurückgegangen. Seine wissenschaftliche, technologische und industrielle Wettbewerbsfähigkeit auf diesem Gebiet sei schwächer geworden. Ein neuer Impuls sei notwendig.

Der HCB wache darüber, dass die Ziele und das Potenzial der Biotechnologien mit den gesellschaftlichen Bedürfnissen im Einklang blieben. Die wissenschaftlichen Gebiete, auf denen Fortschritt, nachhaltige Entwicklung, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und das Wohlbefinden der Bürger miteinander vereinbar seien, seien nicht sehr zahlreich. Die Biotechnologien gehörten zu dieser Gruppe.

Es gelte jetzt, diese Gelegenheit wahrzunehmen: "Anstatt die Liste der potenziellen Gefahren zu erfinden, die eine Innovation mit sich bringen könnte, sollten wir die positiven Wirkungen betrachten, die mit dieser verbunden sein können, und hinsichtlich ihrer Verwertung eine verantwortungsbewusste Haltung zeigen. Insbesondere die Biotechnologien werden dafür entscheidend sein, um morgen die nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Nationen zu gewährleisten".

[1] Catherine Bréchignac ist seit 2005 Mitglied der Académie des Sciences. Sie war von 2006 bis 2010 Präsidentin des CNRS (französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung). Anfang 2010 wurde sie zur Sonderbotschafterin der Regierung für Wissenschaft, Technologie und Innovation ernannt.

[2] Der Hohe Rat für Biotechnologien wurde mit einer Verordnung am 5. Dezember 2008 gegründet. Sein Hauptziel besteht darin, die Entscheidungsträger über Biotechnologien zu informieren und Stellung in Bezug auf die Risikoabschätzung zu nehmen. Er besteht aus einem multidisziplinären wissenschaftlichen Rat und einem wirtschaftlichen, ethischen und sozialen Rat.

Quelle:
- "Les biotechnologies, un outil pour le progrès", Artikel aus dem Le Figaro - 20.07.2010
http://www.lefigaro.fr/mon-figaro/2010/07/19/10001-20100719ARTFIG00566-les-biote...

Redakteure:
- Dr. Hermann Schmitz-Wenzel, DFGWT
- Léna Prochnow, lena.prochnow@diplomatie.gouv.fr
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie
überregional
Personalia, Wissenschaftspolitik
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