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Pressemitteilung

Schillers Schädel
Dr. Monica Fröhlich
 
Dezernat Kommunikation

Otto-Friedrich-Universität Bamberg
06.05.2010 14:53
Christoph Schmälzle geht dem Schicksal einer Dichterreliquie nach
Schillers Sarg in der Fürstengruft ist heute leer, nachdem 2008 im Zuge des Projekts „Der Friedrich-Schiller-Code“ mit Hilfe moderner DNA-Analyse geklärt werden konnte, dass keiner der beiden mutmaßlichen Schiller-Schädel dem Dichter zuzuordnen ist. Die außergewöhnlichen Umstände der Bestattung, Bergung und Umbettung von Schillers sterblichen Überresten hatten früh Zweifel an ihrer Identität entstehen lassen.

Zugleich nährte die besondere Rolle, die Schiller seit seinem Tod als „Nationalautor“ spielt, das Verlangen der Nachwelt nach einer authentischen „Reliquie“. In der nahezu 200 Jahre währenden „fixen Idee“, die Echtheit von Schillers Schädel wissenschaftlich zu bestätigen, überkreuzen sich Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte.

Christoph Schmälzle wird am Dienstag, 11. Mai, um 20 Uhr, in Hörsaal 025, An der Universität 2 (Bamberg) eine virtuelle Führung durch die Ausstellung „Schillers Schädel“, die von September 2009 bis Januar 2010 im Schillerhaus in Weimar gezeigt wurde, präsentieren.

Veranstaltet wird der Abend vom Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft der Universität Bamberg und der Goethe-Gesellschaft Bamberg. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Sprache / Literatur
überregional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch