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Pressemitteilung7. Ernst Sellin - Carl Watzinger-Kolloquium am 20. Mai 2009
Ingrid Rieck Presse- und Kommunikationsstelle Universität Rostock 30.04.2009 14:50
Das Kolloquium erinnert an die fruchtbare Zusammenarbeit des Alttestamentlers Ernst Sellin und des Klassischen Archäologen Carl Watzinger, die gleichzeitig Lehrstühle in Rostock innehatten und von 1907-1909 gemeinsam eine Maßstäbe setzende Ausgrabung in Jericho (Palästina) unternahmen. Es wird veranstaltet vom Lehrstuhl für Altes Testament und Biblische Archäologie in Zusammenarbeit mit dem Heinrich-Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften der Philosophischen Fakultät.
Programm: Frau Prof. Dr. Silvia Schroer (Theol. Fakultät, Universität Bern/Schweiz): Die Ikonographie der Mittelbronzezeit in Palästina/Israel. Einsichten in eine formative Epoche der Vorgeschichte Israels Herr PD Dr. Thomas Staubli (Theol. Fakultät, Universität Fribourg/Schweiz, Leiter des "Bibel+Orient Museums" in Fribourg): Geheiligt werde dein Name. Südlevantinische Amulette als wichtige Quellen für das Verständnis der biblischen Namenstheologie Das Kolloquium findet am Mittwoch, 20. Mai 2009 von 15 - 19 Uhr im Heinrich-Schliemann-Institut, Schwaansche Straße 3, 18057 Rostock, Hörsaal 201, 2. Etage, statt. Der Vortrag von Frau Prof. Schroer befasst sich mit der grundlegenden Geschichtsperiode, die wir aus der Bibel als "kanaanäisch-vorisraelitische" Zeit kennen. Einen Einblick in die Kultur und Religion der "Kanaanäer", von denen sich Israel in der Bibel scharf abgrenzt, wird der Vortrag anhand kanaanäischer Bildsiegel geben (Abb.1). Herr Dr. Staubli bietet u. a. Illustrationen einer altorientalischen religiösen Rede-Formel, die auch die christliche Tradition noch kennt, wenn wir im Vaterunser beten: "Geheiligt werde Dein Name! ". Die Heiligung des Gottes-Namens wird Dr. Staubli anhand von Amuletten und Stempelsiegeln aus Palästina/Kanaan anschaulich machen. Was wir beim biblischen Propheten Jesaja Kap. 6 Vers 3 verbal erzählt finden, zeigt ein Amulett (Abb.2): Der Name des Gottes, umgeben und beschützt von Uräusschlangen (hebräisch: Seraphim), füllt den Raum zwischen Himmel und Erde. Beide Schweizer Gastdozenten gehören zu der international renommierten sog. Freiburger Schule, die durch Prof. Othmar Keel begründet wurde. Sie hat u.a. mit der Sammlung und Erforschung von tausenden von Siegelbildern die Ikonographie Syrien-Palästinas zu einem außerordentlich wertvollen Zweig der Kultur- und Religionsgeschichte des Alten Orients gemacht. Abb.1: Siegel-Skarabäus aus Palästina, Mittelbronzezeit IIB (1700-1550 v.Chr.): Fürst im Wulstsaummantel, begrüßt von einem Verehrer) Abb.2: Spätbronzezeitliches Stempelsiegelamulett vom Tell el-Adschul (Palästina): Der Name des Gottkönigs, beschützt von Uräusschlangen (hebräisch: Seraphim) erfüllt den Raum zwischen Himmel und Erde. Auskunft: Prof. Dr. Hermann Michael Niemann e-mail: hmn@uni-rostock.de) T: 0381 498 8410 URL dieser Pressemitteilung: http://www.idw-online.de/pages/de/news312855
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Philosophie / Ethik, Religion
überregional
Wissenschaftliche Tagungen Deutsch
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