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PressemitteilungDie Pflege todkranker Menschen
Sigrid Neef Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Fachhochschule Jena 03.09.2008 09:44
Palliativpflege - der schwierigste Aspekt der Pflege
Der wohl schwierigste Aspekt in der Pflege ist sicherlich die
Begleitung und Pflege todkranker und schwerkranker Menschen, die sogenannte Palliativpflege. Diese stellt oft eine große Herausforderung dar, in der jede Pflegeperson auch persönlich sehr gefordert ist. Palliation ist der Fachausdruck für eine lindernde Behandlung im Gegensatz zu einer heilenden (kurativen) oder vorbeugenden Behandlung. Nach den Definitionen der WHO und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin ist Palliativmedizin "die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer voranschreitenden, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine heilende Behandlung anspricht und die Behandlung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt". Nicht die Verlängerung der Lebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität, also die Wünsche, Ziele und das Befinden des Patienten stehen im Vordergrund der Behandlung. Diese Grundsätze werden auch auf die Pflege umgelegt. Zum zweiten Mal ist der Schwerpunkt Palliativpflege in den Thüringer Pflegetag, der zum sechsten Mal am 12. und 13. September in Jena stattfindet, integriert, wobei bei den speziellen Vorträgen dazu am Samstag, den 13. September, der Fokus auf dem Thema Palliativpflege und Familie liegt. Dieses Thema ist von großer Bedeutung, da die meisten Angehörigen eines schwerkranken oder sterbenden Menschen überfordert sind und dringend Hilfe, Unterstützung, Anleitung und Begleitung brauchen, um diese extrem belastende Situation verkraften zu können. Ein besonderes Problemfeld stellt hier die häusliche Betreuung dar. Professionelle Pflegekräfte aber auch Laien sollten für dieses Thema sensibilisiert werden, um adäquat handeln zu können bzw. um ein besseres Verständnis zu erlangen. Professor Marie-Luise Friedemann, eine der führenden Forscherinnen auf dem Gebiet der familienorientierten Pflege, wird aus ihrer Sicht in einem Vortrag am 12. September die Familiensituation am Lebensende eines Familienmitgliedes betrachten. Ein weiteres Thema wird das todkranke Kind und die Situation seiner Familie im Vergleich Intensivstation - Kinderhospiz sein. Dieses Thema wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen, da immer mehr schwerkranke, intensiv zu betreuende Kinder in die Häuslichkeit entlassen werden und palliative Versorgung und Begleitung brauchen. Außerdem wird über den Pflegealltag auf einer Palliativstation und darüber, wie Angehörige integriert und unterstützt werden können, berichtet. Professor Hans Böhme wird rechtliche Fragen in der Palliativpflege erörtern und mit den Teilnehmern diskutieren. Ein weiterer Aspekt wird das Thema "Achtsamkeit und Selbstsorge in der Palliativpflege" sein, ein nicht selten vernachlässigtes Thema, das für professionelle Pflegekräfte und pflegende Angehörige gleichermaßen von Bedeutung ist. Insgesamt bietet der 2. Thüringer Palliativpflegekongress wichtige und aktuelle Themen, die von praxiserfahrenen Referenten vorgetragen und mit den Teilnehmern diskutiert werden. Journalisten sind eingeladen, sich über diese Themen zu informieren und darüber zu berichten. Alle Informationen und das gesamte Programm finden Sie unter www.thueringer-pflegetag.de. Kontakt für weiterführende Informationen: Christiane Ritschel Krankenschwester, Diplom-Pflegewirtin (FH) Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Koordinatorin Fachhochschule Jena Fachbereich Sozialwesen Georg-Streiter-Institut für Pflegewissenschaft Tel: 03641-205841 Fax: 03641-507501 e-mail: Christiane.Ritschel@fh-jena.de Weitere Informationen:
URL dieser Pressemitteilung: http://www.idw-online.de/pages/de/news276286
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Studium und Lehre, Wissenschaftliche Tagungen Deutsch
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