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Pressemitteilung

Studie der Europäischen Akademie GmbH fordert Politik zum Handeln auf
Katharina Mader
 
Redaktion und Öffentlichkeitsarbeit

Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH
02.06.2006 10:49
Veröffentlichung:
F. Breyer, W. van den Daele, M. Engelhard, G. Gubernatis, H. Kliemt, C. Kopetzki, H. J. Schlitt, J. Taupitz: "Organmangel. Ist der Tod auf der Warteliste unvermeidbar?" Springer-Verlag, Berlin, 2006. ISBN 3-540-33054-2
Bad Neuenahr-Ahrweiler, 2.6.2006. - Aus Anlass des Tages der Organspende am 3. Juni fordert die hochkarätig besetzte Expertengruppe der Europäischen Akademie GmbH die Politik zum Handeln auf.
Jüngste Vorkommnisse in der Transplantationsmedizin haben gezeigt, dass sowohl die Organisation der Organspende als auch das Transplantationsgesetz dringend reformbedürftig sind. Die Studie "Organmangel. Ist der Tod auf der Warteliste unvermeidbar?" der Europäischen Akademie greift diese Problematik auf und gibt detaillierte Handlungsempfehlungen: Die interdisziplinäre Projektgruppe geht den Ursachen des Organmangels auf den Grund und zeigt Wege zu seiner Behebung auf. Die Studie ist das Ergebnis der Arbeit einer interdisziplinären Forschungsgruppe der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH und wurde kürzlich der Öffentlichkeit vorgestellt.
Der Mangel an Spenderorganen in der Transplantationsmedizin ist ein Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Da jedes Jahr in Deutschland nahezu 1.000 Patienten auf der Warteliste sterben und etwa 12.000 Patienten auf der Warteliste teilweise großes Leid ertragen, darf die Gesellschaft den Organmangel nicht ignorieren, sondern muss immer wieder von neuem nach Lösungen suchen und ohne Tabus über unterschiedliche Handlungsoptionen diskutieren.
Im Fokus der Untersuchung steht zunächst die postmortale Organspende. Entscheidende Faktoren, die zur Erhöhung des Organaufkommens führen können, sind die Beteiligung der Krankenhäuser an der Erkennung potentieller Organspender, die Koordinierung der Organspende und die Erlaubnis einer Organentnahme durch Spender oder Angehörige. Es werden Strategien aufgezeigt, diese Faktoren positiv zu beeinflussen. Sie reichen unter anderem von einer besseren Refinanzierung der Krankenhäuser über eine Aufhebung des Monopols der Koordinierungsstelle bis zur Einführung der Widerspruchslösung. Hinsichtlich der besonderen Knappheit an Nieren- und Lebertransplantaten werden auch kontrovers diskutierte Ansätze zur Ausweitung der Lebendspende aufgegriffen.

Weitere Informationen:
Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen
wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH
Dr. phil. Margret Engelhard, Dipl.-Biol.
Wilhelmstraße 56
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Telefon: +49 (0) 2641 973-305
margret.engelhard@ea-aw.de
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URL dieser Pressemitteilung: http://www.idw-online.de/pages/de/news162383
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin, Philosophie / Ethik, Politik, Recht, Religion, Wirtschaft
überregional
Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
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