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SUMMARY:Growing by Shrinking? Konsum, Glück und Lebensqualität.
DESCRIPTION:Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)\NWelche Rolle spielen
	 sozio-kulturelle Faktoren der Milieuprägung und Statusorientierung für
	 den Konsum? Welche alternativen Quellen der Bedürfnisbefriedigung lassen
	 sich durch die Änderung von Konsumgewohnheiten erschließen? Ziel des
	 Workshops ist es\, im Rückgriff auf Forschungen aus der Konsum- und
	 Umweltpsychologie\, Verhaltensforschung\, Ökonomie und Kultursoziologie
	 nicht nur die Ursa¬chen des industriegesellschaftlichen Konsumismus zu
	 erkunden\, sondern auch Handlungsvor¬schläge für qualitative
	 Konsumpraktiken zu entwickeln. \N\NDer Konsum ist ein wesentlicher
	 Faktor menschlichen Wohlbefindens. Das Glücksversprechen\, das der
	 modernen Konsumgesellschaft zugrunde liegt\, ist jedoch problematisch.
	 Studien haben nachgewiesen\, dass ab einem Einkommen von etwa 15.000 US-
	 Dollar pro Kopf das subjektive Glückspotential des über Einkommen
	 finanzierbaren Konsums nicht mehr spürbar ansteigt. Zu¬dem neigen
	 Konsumenten dazu\, den Nutzen materieller Güter systematisch zu hoch
	 einzuschät¬zen und die langfristigen Kosten\, die aus dem Kauf von
	 Gütern entstehen\, unter zu bewerten. Verbraucher täuschen sich über den
	 Wert von Alltagsprodukten für ihre persönliche Zufrieden¬heit und
	 verlagern die Folgen von Umweltbelastungen durch den Massenkonsum auf
	 die Zu¬kunft. Gleichwohl wird das Verbraucherverhalten in den
	 Industriestaaten weiterhin von Glücksverspre¬chen dominiert\, die aus
	 quantitativen Konsumformen resultieren. Große Wohnungen\, schnelle Autos
	 und weite Flugreisen üben nach wie vor besondere Reize aus. Trotz
	 offensichtlicher Fehl¬einschätzungen beherrscht das Steigerungs- und
	 Wachstumsprinzip die Konsumgesellschaft und bildet einen persistenten
	 Maßstab für die Mehrzahl der Kaufentscheidungen und Verbrauchswei¬sen.
	 Der Workshop befasst sich mit der Frage\, worin diese Persistenz
	 begründet liegt und wie sich Wege vom quantitativen zum qualitativen
	 Konsum finden lassen. Reicht es aus\, an die Stelle der
	 Wachstumsfixierung das Leitbild des positiven Verzichts zu setzen? Wie
	 lassen sich historisch bedingte Pfadabhängigkeiten und Lock-In-Effekte
	 durch Verhaltensänderungen aufbrechen? \N\NDie Tagung beginnt mit einem
	 Abendvortrag von Lucia Reisch am 14.09. um 18:00 Uhr zum Thema "Kann der
	 Konsumwandel gelingen? Wie die Verhaltensökonomik Hoffnung und Zweifel
	 nährt".\N\NTeilnehmerInnen:\NProf. Dr. Andreas Ernst ist Professor für
	 Umweltsystemanalyse am Center for Environmental Systems Research der
	 Universität Kassel.\N\NDr. Niko Paech studierte Volkswirtschaftslehre an
	 der Universität Osnabrück. Derzeit lehrt er Unternehmensführung und
	 betriebliche Umweltpolitik an der Universität Oldenburg.\N\NProf. Dr.
	 Aloys Prinz ist Professor für Volkswirtschaftslehre insbes.
	 Finanzwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität
	 Münster.\N\NProf. Dr. Lucia Reisch lehrt am Departement of Intercultural
	 Communication and Management an der Copenhagen Business School. Außerdem
	 ist sie Vorsitzende der Verbraucherkommission Baden-
	 Württemberg.\N\NProf. Dr. Hartmut Rosa\, ist Professor für Soziologie
	 und Soziale Theorie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.\N\NProf.
	 Dr. Ulf Schrader ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl
	 Marketing und Konsum an der Technischen Universität Berlin. \N\N\NEine
	 Veranstaltung des Center for Responsibility Research (CRR) am
	 Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI).\N\N\NPresse- und
	 Öffentlichkeitsarbeit:\NMagdalena Schaeffer\, Pressesprecherin\,
	 Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)\, \NTel. 0201 7204 -152\,
	 magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de.\N\N\NAnmeldung bei: Ursula Sanders\,
	 KWI\, Tel. 0201/7204-154\, ursula.sanders@kwi-nrw.de\N\N\N\N<www.kulturw
	 issenschaften.de/home/veranstaltung-313.html>\N
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