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STATUS:TENTATIVE
DTSTAMP:20100311T121636
ORGANIZER:MAILTO:Wentura@mx.uni-saarland.de
DTSTART:20100322T083000
DTEND:20100324T000000
SUMMARY:Können Schimpansen Gefühle erkennen?
DESCRIPTION:Universität des Saarlandes\NZweitgrößte deutsche Psychologie-Tagung TeaP
	 an der Saar-Uni\NMontag\, 22. März\, bis Mittwoch\, 24. März
	 2010\NCampus Saarbrücken\, Audimax\, Gebäude B4 2\N\NAnmeldungen zur
	 Tagungsteilnahme sind noch möglich (s. unten).\NJournalisten und
	 interessierte Besucher sind herzlich willkommen.\N\N\N\NWelche
	 psychologischen Prozesse laufen beim Autofahren ab? Wie beeinflusst
	 Motivation das Gedächtnis\, und haben Schimpansen tatsächlich eine
	 Vorstellung von den Gefühlen ihrer Artgenossen? Um solche Themen geht es
	 unter anderem bei der 52. Tagung experimentell arbeitender Psychologen
	 (TeaP)\, die in diesem Jahr an der Saar-Uni stattfindet. Es handelt sich
	 dabei um die zweitgrößte Tagung für Psychologie in Deutschland.
	 Insgesamt werden mehr als 650 Teilnehmer aus ganz Deutschland und dem
	 Ausland zu der Konferenz erwartet. Veranstaltet wird die Tagung von den
	 Saarbrücker Psychologen Christian Frings\, Axel Mecklinger\, Dirk
	 Wentura und Hubert Zimmer.\N\NDie Grundlagen von Wahrnehmung\,
	 Aufmerksamkeit\, Lernen\, Gedächtnis\, Denken\, Emotion und Motivation
	 und auch ihre neuronalen Korrelate sind Schwerpunkt-Themen der 52. TeaP.
	 Auf der Tagung treffen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler\,
	 die zwar verschiedene Themen erforschen\, die aber das wissenschaftliche
	 Experiment als Forschungsparadigma teilen. Alle nutzen einen
	 experimentellen Zugang zu psychischen Phänomenen\, so wie es in den
	 Naturwissenschaften üblich ist. Man stellt Probanden bestimmte Aufgaben
	 und variiert die Bedingungen\, unter denen sie bearbeitet werden. Dabei
	 misst man\, wie das Verhalten sich unter den verschiedenen
	 kontrollierten Bedingungen verändert. Aus diesen Veränderungen zieht man
	 Rückschlüsse über die psychischen Mechanismen und Prozesse sowie ihre
	 neuronale Realisierung im Gehirn.\N\NAuf dem Programm der diesjährigen
	 TeaP stehen über 600 Beiträge in deutscher oder englischer Sprache aus
	 allen Bereichen der Psychologie. Renommierte Gastredner im Audimax sind
	 Michael D. Rugg\, Elaine Fox\, Hal Pashler\, Mike Tomasello und Erich
	 Schröger. Elaine Fox von der University of Essex ist eine der führenden
	 Expertinnen im Bereich Soziale Kognition/Emotion. In ihrem Vortrag
	 (Montag\, 22.3.\, 15.15 Uhr) spricht sie darüber\, wie unterschiedlich
	 kognitive Prozesse ablaufen\, je nachdem ob eine Person anfällig für
	 Stress ist oder diesen gut aushalten kann. Am Montagabend (18.45 Uhr)
	 behandelt Harold Pashler von der University of California\, San Diego\,
	 die Frage\, ob kognitive Erfahrungen dabei helfen\, schnell zu lernen
	 und Vergessen zu verhindern. Pashler ist einer der führenden
	 Aufmerksamkeitsforscher aus den USA. Um "Prädiktives Modellieren beim
	 Hören" geht es am Dienstag um 14.15 Uhr in der Vorlesung von Erich
	 Schröger von der Universität Leipzig. Dabei will er zeigen\, dass
	 Menschen über ein Modell ihrer Hörwelt verfügen\, das aus den aktuell
	 vorliegenden Bedingungen in der Umwelt abgeleitet ist\, aber auch
	 langfristigeres Wissen berücksichtigt. Ebenfalls am Dienstag um 18.45
	 Uhr spricht Michael D. Rugg von der University of California\, Irvine\,
	 über das Episodengedächtnis. Er erläutert an Hand
	 neurowissenschaftlicher Befunde\, wie sich das Speichern von Episoden
	 und das Wiederabrufen gegenseitig beeinflussen. Mit der Frage\, ob
	 Schimpansen Gefühle erkennen\, beschäftigt sich schließlich Michael
	 Tomasello vom MPI in Leipzig. Er stellt am Mittwoch ab 14.15 Uhr seine
	 Theorie vor\, dass Schimpansen zwar die Ziele anderer wahrnehmen\, ihr
	 Bewusstsein aber nicht Glauben oder Sehnsucht umfasst wie beim Menschen.
	 (Alle Vorträge außer dem von Erich Schröger sind in englischer
	 Sprache.)\N\NIn verschiedenen Arbeitsgruppen und Symposien beschäftigen
	 sich die Psychologen mit vielen Themen aus der Grundlagenforschung\,
	 beispielsweise wie die Steuerung der Aufmerksamkeit oder der Abruf aus
	 dem Langzeitgedächtnis funktionieren. Außerdem befassen sie sich damit\,
	 wie Aufmerksamkeit auf die Wahrnehmung wirkt\, was die Grenzen des
	 Arbeitsgedächtnisses sind\, wie sich solche Leistungen mit dem Alter
	 verändern\, wie wir Handlungen kontrollieren oder wie wir zwischen
	 verschiedenen Aufgaben hin und her wechseln können. In anderen
	 Arbeitskreisen werden anwendungsnahe Themen behandelt\, unter anderem
	 Verkehrspsychologie\, das Lernen in der Schule sowie Angststörungen. Am
	 Montag\, dem 22. März\, geht es ab 8.30 Uhr in Hörsaal 103 um das
	 Einfädelverhalten in den fließenden Verkehr auf der Autobahn\, Emotionen
	 im Straßenverkehr und das Geschwindigkeitsverhalten. Der Arbeitskreis
	 Schulisches Lernen befasst sich ebenfalls am Montag ab 11 Uhr in Hörsaal
	 104 mit einem Experiment zum Lernen von Algebra und dem Abschreiben als
	 schulische Arbeitstechnik. Im Symposium "Die Physiologie der Angst"
	 stehen am Dienstag\, 23. März\, ab 15.15 Uhr in Hörsaal 116 Themen wie
	 Reaktionen auf das Gefühl von Atemnot bei sehr ängstlichen Patienten
	 oder Effekte von Koffein in Abhängigkeit von der Ängstlichkeit auf dem
	 Programm. Am Mittwoch\, 24. März\, tagt ab 8.30 Uhr in Hörsaal 103 der
	 Arbeitskreis Medien und Kommunikation. Hier beschäftigen sich die
	 Wissenschaftler unter anderem damit\, wie Werbung das Verhalten
	 beeinflusst und welche aggressiven Kognitionen nach dem Spielen
	 gewalthaltiger Computerspiele entstehen. \N\NDie Saarbrücker Professoren
	 beteiligen sich vor allem mit Beiträgen zur Grundlagenforschung an der
	 Konferenz. Das Spezialgebiet von Axel Mecklinger und Hubert Zimmer ist
	 die neurokognitive Forschung zum Langzeit- und Arbeitsgedächtnis: Warum
	 behalten wir manche Dinge gut und andere nicht\, welche neuronalen
	 Strukturen tragen zum Erinnern bei und was geschieht\, wenn sie
	 geschädigt sind? Oder wo liegen die Grenzen unseres Arbeitsgedächtnisses
	 und was bestimmt sie? Christian Frings und Dirk Wentura beschäftigen
	 sich vor allem mit dem Thema Aufmerksamkeit. Wie schaffen wir es\, die
	 Verarbeitung momentan relevanter Informationen abzuschirmen gegen die
	 vielfältigen irrelevanten  Informationen\, die parallel auf uns
	 einströmen? Wie bleiben wir aber gleichzeitig sensibel für Informationen
	 von übergeordneter Bedeutung\, etwa Gefahrsignalen? \N\NDie 52. TeaP
	 wird gefördert von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie\, dem
	 Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft des Saarlandes\, der
	 Saarland-Sporttoto GmbH\, der Vereinigung der Freunde der Universität
	 des Saarlandes\, der Hogrefe Verlagsgruppe\, dem Springer Verlag und der
	 Karlsberg Brauerei. Während der Tagung stellen verschiedene Unternehmen
	 Produkte im Foyer des Audimax aus.\N\NDas gesamte Tagungsprogramm gibt
	 es hier: https://www.teap.de/public/Tagungsband_Teap2010.pdf
	 \N\NKontakt: 0681 302 + Christian Frings (6577)\, Axel Mecklinger
	 (6515)\, Dirk Wentura (4642) oder Hubert Zimmer (3637) oder per e-mail
	 C.Frings\, Mecklinger\, Wentura oder HuZimmer alle @mx.uni-
	 saarland.de\N\NInteressierte können sich noch bis 14. März online für
	 die Veranstaltung anmelden: <https://www.teap.de/index.php/teap2010/saar
	 bruecken2010/schedConf/registration> \NDanach ist eine Anmeldung direkt
	 beim Tagungsbüro möglich. Interessierte Zuhörer sollten sich ebenfalls
	 an das Tagungsbüro im Foyer des Audimax wenden.\N\NWentura@mx.uni-
	 saarland.de\N\N\N
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 Deutschland
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