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STATUS:TENTATIVE
DTSTAMP:20100225T160244
ORGANIZER:MAILTO:mathsmeetsphysics@saw-leipzig.de
DTSTART:20100322T090000
DTEND:20100325T130000
SUMMARY:Internationale wissenschaftshistorische Fachtagung: Mathematik und Physik in Wechselbeziehungen - Allgemeines und Lokales
DESCRIPTION:Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig\NDie gegenseitige
	 Beeinflussung von Mathematik und Physik wird heute selbst im
	 Allgemeinverständnis nicht in Zweifel gezogen\, auch wenn man sich dabei
	 meist nur darauf bezieht\, physikalische Sachverhalte mit Hilfe der
	 mathematischen Formelsprache einfacher und klarer auszudrücken. Doch es
	 geht um mehr ...\N\N... zum einen kann die adäquate mathematische
	 Beschreibung physikalischer Phänomene neue Einsichten in deren Struktur
	 vermitteln und die Deduktion weiterer physikalischer Zusammenhänge
	 ermöglichen. Zum anderen liefert die Suche nach dieser Beschreibung
	 ihrerseits vielseitige Anregungen zur Weiterentwicklung der Mathematik.
	 Ein genauerer Blick auf diese seit Jahrtausenden bestehenden
	 Wechselbeziehungen zwischen Mathematik und Physik offenbart vielfältige
	 Veränderungen\, die sowohl von der inhaltlichen Entwicklung der beiden
	 Disziplinen bedingt waren\, als auch durch die variierenden äußeren
	 Rahmenbedingungen. Von besonderem Interesse sind dabei die letzten
	 beiden Jahrhunderte\, brachten sie doch für beide Disziplinen einen
	 großen Erkenntniszuwachs mit der Herausbildung zahlreicher
	 Teildisziplinen sowie grundlegende Wandlungen durch neue Theorien und
	 Methoden wie die mengentheoretische Durchdringung der Mathematik\, die
	 Quantentheorie oder das allgemeine Relativitätsprinzip. In der
	 allgemeinen Relativitätstheorie und in der Quantenmechanik war die
	 physikalische Theoriebildung untrennbar mit neuen mathematischen
	 Konzeptionen verbunden\, so dass Y. Manin im Bezug auf das veränderte
	 Wechselverhältnis von Mathematik und Physik davon sprach\, dass "without
	 the mathematical language physicists couldn't even say what they were
	 seeing".\N\NZiel der Konferenz ist es\, die Veränderungen dieses
	 Wechselverhältnisses im 19. und in der ersten Hälfte des 20.
	 Jahrhunderts exemplarisch zu erfassen und zu analysieren. Dabei sollen
	 folgende Gesichtspunkte im Zentrum stehen:\N- Merkmale der
	 Mathematisierung von physikalischen Teildisziplinen (und/oder)\N-
	 Rückwirkungen der Mathematisierungsprozesse in der Physik auf die
	 Mathematik\N- Entwicklung des Verhältnisses zwischen mathematischer und
	 theoretischer Physik\N- Gestaltung des Wechselverhältnisses zwischen
	 Mathematik und Physik durch die einzelnen Wissenschaftler in lokalen
	 Zusammenhängen Durch den Vergleich der verschiedenen lokalen
	 Entwicklungen untereinander sowie mit den skizzierten übergeordneten
	 Prozessen sollen in den Diskussionen allgemeinere Merkmale dieser
	 Wechselbeziehungen herausgearbeitet
	 werden.\N\N\NTagungsprogramm\N\NMontag\, 22. März 2010\N\N9.00
	 Eröffnung\NPirmin Stekeler-Weithofer (Präsident der Sächsischen Akademie
	 der Wissenschaften zu Leipzig): Welcome\N\NSektion 1: Allgemeine
	 Entwicklungen\N\N09.30 Jesper Lützen: Examples of and reflections on the
	 interplay between mathematics and physics in the 19th and 20th
	 century\N10.30-11.00 Pause\N11.00 Juraj Šebesta: Mathematics as one of
	 the basic pillars of physical theory: historical and epistemological
	 survey\N12.00-14.00 Mittagspause\N14.00 Jan Lacki: From q-numbers to
	 Hilbert spaces: The interplay of mathematics and physics in the rise of
	 quantum mechanics\N15.00 Arne Schirrmacher: Good reasons for and against
	 a mathematization of physics: On forms of theoretical physics of Max
	 Planck\, Max Born and Werner Heisenberg\N16.00-16.30 Pause\N\NSektion 2:
	 Lokale Kontexte\N\N16.30 Karl-Heinz Schlote / Martina Schneider: Zum
	 Wechselverhältnis von Mathematik und Physik an den Universitäten
	 Leipzig\, Halle und Jena - ein Vergleich\N\N\NDienstag\, 23. März
	 2010\N\N09.00 Karin Reich: Die theoretische Physik an der Universität
	 Hamburg in den Jahren 1921-1959\N10.00 Jim Ritter: Geometry as physics:
	 Oswald Veblen and the Princeton School in the 1920s\N11.00-11.30
	 Pause\N11.30 Charlotte Bigg: Mathematics meets physics in early
	 twentieth century Paris: the case of Brownian motion\N12.30-14.30
	 Mittagspause\N\NSektion 3: Wissenschaftler\N\N14.30 Scott Walter:
	 Theoretical physics and relativity in Paris during the Belle
	 Époque\N15.30 Tom Archibald: Poincaré and Saturn's Rings: Equilibrium
	 figures and the prestige of mathematics circa 1900\N16.30-17.00
	 Pause\N17.00 Reinhard Siegmund-Schultze: Probability and statistics as
	 connecting links between mathematics and physics: the approach of
	 Richard von Mises in the 1920s\N\N\NMittwoch\, 24. März 2010\N\N09.00
	 Tilman Sauer: Einsteins Verhältnis zur Mathematik\N10.00 Erhard Scholz:
	 Weyls Verständnis vom Verhältnis der Mathematik zur Physik\N11.00-11.30
	 Pause\N\NSektion 4: Entwicklung von Konzepten und Theorien\N\N11.30
	 Friedrich Steinle: The unusual interaction of physics and mathematics in
	 the formation of field theory\N12.30-14.30 Mittagspause\N14.30 Arianna
	 Borrelli: Der Begriff von "Drehimpuls" zwischen Mathematik und
	 Physik\N15.30-16.00 Pause\N16.00 Klaus-Heinrich Peters: Mathematische
	 und phänomenologische Strenge: Distributionen in Quantenmechanik und
	 Quantenfeldtheorie\N\N\NDonnerstag\, 25. März 2010\N\N09.00 Helge Kragh:
	 The role of mathematics in the construction of the relativistic quantum
	 mechanics\N10.00 Christoph Lehner: The resolution of the particle-wave
	 dualism: Pascual Jordan and the quantum field theory
	 program\N11.00-11.30 Pause\N\N11.30 Podiumsdiskussion: On the
	 interrelationship between mathematics and physics - continuities and
	 discontinuities\N\N13.00 Ende der Tagung\N\NDie Tagung ist öffentlich\,
	 eine Teilnahme ist kostenlos möglich. Aus organisatorischen Gründen
	 bitten wir um eine Anmeldung bis zum 15. März 2010 unter
	 mathsmeetsphysics@saw-leipzig.de.\N\Nmathsmeetsphysics@saw-
	 leipzig.de\N\Nhttp://www.saw-leipzig.de/mathsmeetsphysics\N
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 Str. 1 04107 Leipzig Sachsen Deutschland
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