idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo


Teilen: 
20.07.2012 18:45

VIII. Internationale Sommerschule für Studenten energetischer und gasfachlicher Studienrichtungen

Ralf-Peter Witzmann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Lausitz (FH)

    Die Hochschule Lausitz (FH) in Cottbus ist vom 22. Juli bis zum 4. August 2012 turnusmäßig Gastgeberin der VIII. Internationalen Sommerschule für Studenten energetischer und gasfachlicher Studienrichtungen. Beteiligt sind 17 Studierende und neun Professoren aus der Fachhochschule Erfurt, der Hochschule Lausitz (FH), dem Moskauer Energetischen Institut (TU), der Rostover Staatlichen Bauuniversität und der Tongji-Universität Shanghai. Seitens der Hochschule Lausitz gestalten Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Heymer und Prof. Dr.-Ing. habil. Horst Stopp aus der Fakultät für Bauen die Internationale Sommerschule federführend mit.

    Das Thema der Sommerschule in der Lausitz ist auch einer Lausitzer Besonderheit angepasst: den schwimmenden Häusern. Studentengruppen sollen Konzepte entwerfen, wie die schwimmenden Häuser energieautark zu versorgen sind, so dass sie sich für eine bestimmt Zeit vom Ufer lösen und zu „Freischwimmern“ werden können. Mit dem neu gegründeten Institut für Schwimmende Bauten verfügt die Hochschule Lausitz über besondere Kompetenzen auf diesem Gebiet.

    Exkursionen zum Tagebau Welzow, den IBA-Terrassen und den schwimmenden Häusern sollen den Studenten zeigen, dass Tagebaue die erste Etappe und künstliche Seen die letzte Etappe eines Landschaftsumbaus sein können, der neue Möglichkeiten eröffnet. Vorlesungen zu speziellen Themen - zu Heizöl und Flüssiggas als potentiellen Energieträgern einer autarken Versorgung und deren Zusammenspiel mit nichtkonventionellen Energiequellen - vertiefen die theoretischen Kenntnisse.

    Offiziell eröffnet wird die Internationale Sommerschule am Montag, 23. Juli 2012, um 10 Uhr im Senatssaal auf dem Campus der Hochschule Lausitz in Cottbus, Lipezker Straße 47, Gebäude 7. Erfahrungen belegen, dass ein solch ambitioniertes Programm die Sommerschulteilnehmer mitunter zwingt, bis tief in die Nacht hinein zu arbeiten, um Qualität und Termin einzuhalten. Neben einem intensiven Arbeitspensum sind aber zum Beispiel auch Ausflüge, so in den Spreewald, und ein Musikabend mit Studierenden der Instrumental- und Gesangspädagogik geplant. Die Ergebnisse der Internationalen Sommerschule werden am Freitag, 3. August, ab 10 Uhr im feierlichen Rahmen im Rathaus der Stadt Cottbus präsentiert.

    Finanziell wird die Internationale Sommerschule gefördert aus Mitteln der Chinesisch-Deutschen Hochschule für Angewandte Wissenschaften und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes aus dem Programm „Go East“.

    Zur Geschichte der Internationalen Sommerschulen

    Die Institution der Sommerschulen gehört schon lange zur Hochschulpraxis. So wurde die erste Sommerschule für Studenten energetischer und gasfachlicher Studienrichtungen 2005 von der Fachhochschule Erfurt organisiert. Vier Professoren, zwei aus Deutschland und zwei aus Russland, die sich schon über lange Jahre aus gemeinsamer Arbeit kennen, kamen auf die Idee, einmal jährlich mit einer kleinen Studentenschar reihum an ihren Hochschulen eine Sommerschule zu veranstalten.

    Als Ingenieurwissenschaftler vertreten die vier Hochschullehrer ein Fächerspektrum der Energie- und Gaswirtschaft an der Fachhochschule Erfurt, der Hochschule Lausitz (FH), dem Moskauer Energetischen Institut (TU) und der Rostover Staatlichen Bauuniversität. Seit 2008 nimmt auch die Tongji-Universität Shanghai mit dem deutschsprachigen Studiengang „Versorgungstechnik“ der Chinesisch-Deutschen Hochschule für Angewandte Wissenschaften an der Sommerschule als fünfter Partner teil.

    Die bewährten Organisationsprinzipien wurden seit der ersten Sommerschule in Erfurt bis heute weitergeführt. Jede teilnehmende Hochschule entsendet drei Studenten, die gastgebende Hochschule vier Studenten, die Arbeitsgruppen bilden. Diese bekommen eine überschaubare praktische Aufgabe gestellt, die sie mit Ingenieurmitteln konzeptionell zu lösen haben. Für die gleiche Aufgabe wurden in den bisherigen Sommerschulen durch vier Arbeitsgruppen auch jeweils vier Lösungen kreiert.

    Spannende Themen aus der Praxis

    Die zu bearbeitenden Themen lieferte immer die Praxis: Einbindung erneuerbarer Energiequellen in die Gasvorwärmung, Entwurf einer Energieversorgung eines botanischen Gartens jenseits des Polarkreises in Russland, Energetische Sanierung eines Gebäudekomplexes einer Wohnungsgenossenschaft, Energiesparende Kühlung eines Bürogebäudes in Shanghai, Einbindung alternativer Energiequellen in den Neubau eines Studentenwohnheimes in Rostov am Don und diesmal die energieautarke Versorgung von schwimmenden Häusern.

    Um die internationalen Studenten gezielter an ihre Aufgabe heranzuführen, halten die Professoren spezielle Vorlesungen zum Arbeitsthema, organisieren Exkursionen zu Betrieben, Institutionen, Objekten, die im engen Bezug dazu stehen. Traditionell ist das Wochenende innerhalb der vierzehn Sommerschultage landeskundlichen Ausflügen gewidmet. Die Arbeitssprache innerhalb der „Studenteningenieurbüros“ ist eine Mischung aus englisch, deutsch, russisch. Zum Abschluss werden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen in einem feierlichen Rahmen präsentiert.

    Da der Organisationsrahmen der Sommerschulen vor allen in den Abendstunden keine feste Minuteneinteilung, vorsieht, steht den Studenten Zeit für ihre eigenen Programme zur Verfügung. Der studentischen Selbstverwaltung wird für die Durchführung eigener Programme für die Teilnehmer der Sommerschule genügend Raum gelassen.

    Weitere Informationen:

    Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Heymer
    Hochschule Lausitz (FH)
    Fakultät für Bauen
    Tel.: 0355 5818-815
    E-Mail: Juergen.Heymer@HS-Lausitz.de

    Marina Lewandrowski
    Hochschule Lausitz (FH)
    Akademisches Auslandsamt
    Tel.: 0355 5818-287
    E-Mail: mlewandr@HS-Lausitz.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Bauwesen / Architektur, Energie, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport
    überregional
    Kooperationen, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).