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PressemitteilungTU Ilmenau startet Graduiertenschule Bildverarbeitung und Bildinterpretation
Bettina Wegner Pressestelle Technische Universität Ilmenau 12.05.2010 15:06
Mit einem Auftaktkolloquium ist an der TU Ilmenau die Graduiertenschule „Bildverarbeitung und Bildinterpretation“ eröffnet worden. Zwölf Nachwuchsforscher erhalten hier die Möglichkeit zur Promotion über zukunftsträchtige Themen auf den Gebieten Bilddatenerfassung, Bilddatenverarbeitung/Bildinterpretation und Datenhaltung/Datenkommunikation. Der Freistaat Thüringen fördert die Doktorandenausbildung im Rahmen des Programms „ProExzellenz“ mit 1,1 Millionen für eine Laufzeit von drei Jahren.
Die Graduiertenschule verfolgt ein ganzheitliches Konzept, das sowohl interdisziplinäre Grundlagenforschung als auch hohen Praxisbezug vereint. Als „Bild“ verstehen die Forscher dabei nicht nur das klassische Pixelbild, sondern jede darstellbare Projektion einer physikalischen Realität, beispielsweise aufgenommen von einem Sensor einer digitalen Kamera oder synthetisch erzeugt mittels Simulation und Computergrafik. Methoden der Bildverarbeitung finden daher vielfältige Verwendung in Medizintechnik, Erdfernerkundung, Präzisionsmesstechnik und Robotik bis hin zur Computergrafik. Dabei müssen oft sehr große Datenmengen gespeichert, kommuniziert und interpretiert werden. Dies erfordert die Entwicklung komplexer Systeme mit Berechnungs-, Netzwerk- und Datenbankkomponenten, die wiederum Wissen aus der gesamten Informatik benötigen. Die von den Doktoranden erzielten Forschungsergebnisse sollen zu neuen und besseren Systemen für die Anwendung in der optischen Industrie, der Mikroelektronik und Automatisierungstechnik, in Medizin und Robotik führen.
Mit Unternehmen wie Carl Zeiss, Jenoptik oder Schott, einer Vielzahl von KMU sowie Universitäten und weiteren Forschungseinrichtungen steht Thüringen für eine große Tradition auf dem Gebiet der Optik und Bildverarbeitung. Der vor diesem Hintergrund eingerichtete Thüringer Forschungsschwerpunkt „Bildverarbeitung, Mustererkennung und Technische Sehsysteme“ bündelt die Kompetenzen aller Partner mit dem Ziel, die wirtschaftliche Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit durch Forschung und die Entwicklung innovativer Produkte weiter zu fördern. Mit der Graduiertenschule wird nun auch die Ausbildung des dringend benötigen Fachkräftenachwuchses auf diesem Gebiet universitätsübergreifend gebündelt. Die Koordination liegt bei der TU Ilmenau, wo insgesamt sieben Fachgebiete beteiligt sind. Hinzu kommen zwei Fachgebiete der FSU Jena und das Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik Jena. „Unser Ziel ist es“, so der Sprecher der Graduiertenschule, Professor Beat Brüderlin, „eine gemeinsame exzellente akademische Forschung durch kooperative Betreuung von Doktoranden zu betreiben und die Doktoranden dabei innerhalb von nur drei Jahren zur Promotion zu führen.“ Weitere Informationen:
URL dieser Pressemitteilung: http://www.idw-online.de/de/news369330
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Elektrotechnik, Informationstechnik, Mathematik
überregional
wissenschaftliche Weiterbildung Deutsch
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