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Veranstaltung

Verleihung Eckert. Der Forschungspreis
Termin: 18.03.2010 20:00 - 22:30
Anmeldeschluss: 28.02.2010
Veranstaltungsort:
Dornse des Altstadtrathauses, Altstadtmarkt
38100 Braunschweig
Niedersachsen
Deutschland
Zielgruppe: Journalisten, Wissenschaftler
E-Mail-Adresse: radkau@gei.de
Relevanz: überregional
Sachgebiete: Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Pädagogik / Bildung, Politik
Arten:
Eintrag: 22.02.2010
Absender: Verena Radkau
Abteilung: Öffentlichkeitsarbeit
Georg-Eckert-Institut
Veranstaltung ist kostenlos: ja
Textsprache: Deutsch
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Das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) verleiht 2010 erstmals den von der Verlagsgruppe Westermann in Braunschweig gestifteten Preis für wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der internationalen Bildungsmedienforschung. Ausgezeichnet werden herausragende Monografien, Dissertationen oder Habilitationen Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert und umfasst außerdem die Übernahme der Druckkosten durch den Stifter. Preisgekrönte Arbeiten werden in der Reihe "Eckert. Die Schriftenreihe. Studien des Georg-Eckert-Instituts zur internationalen Bildungsmedienforschung" des GEI publiziert, die im Verlag V&Runipress, Göttingen erscheint.
Ausgezeichnet wird in diesem Jahr die Habilitationsschrift "...und der Zukunft zugewandt" - Ideologische Erziehung im Geographieunterricht der DDR von Dr. habil. Alexandra Budke, akademische Mitarbeiterin am Institut für Geographie der Universität Potsdam.
Mit ihrer Studie betritt die Autorin Neuland. Im Unterschied zum Geschichtsunterricht hat der Geographieunterricht in der DDR bisher wenig Aufmerksamkeit in der Forschung gefunden. Dies ist erstaunlich, war doch die Geographie neben der Staatsbürgerkunde und der Geschichte ein zentrales Fach im realsozialistischen Schulsystem. Nach dessen Lehrplänen sollte im Geographieunterricht die staatsbürgerliche, weltanschauliche bzw. ideologische Erziehung auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus erfolgen. Eine Analyse dieses Unterrichts kann also die Frage nach der Vermittlung der geopolitischen Interessen des Staates beantworten und nach einer möglichen Manipulierung von Lehrenden und Lernenden sowie deren Handlungsspielräumen im Rahmen der offiziellen Bildungspolitik.
Alexandra Budke geht von der These aus, dass bestimmte professionelle Handlungsmuster, die Geographielehrerinnen und -lehrer vor 1989 erworben haben, bis in die Gegenwart ihren Unterricht beeinflussen und sie auch die aktuelle Entwicklung des Faches vor diesem Hintergrund beurteilen. Die Autorin nähert sich ihrem Forschungsgegenstand auf mehreren Ebenen: Zum einen untersucht sie die strukturellen bildungspolitischen Rahmenbedingungen, um sich dann Lehrplänen, Schulbüchern etc. zu widmen, die den Geographieunterricht als bildungspolitisches Konstrukt deutlich werden lassen. Im empirischen Teil, durch Interviews mit Lehrern und Schülern, versucht sie den Geographieunterricht in der DDR für den Zeitraum von 1966 bis 1990 als Handlungsresultat der am Unterricht beteiligten Akteure zu fassen. Im letzten Teil der Arbeit werden die unterschiedlichen Entwicklungen und Bewertungen des Geographieunterrichts von 1989 bis in die Gegenwart aus Lehrer- und Schülerperspektive und damit seines Weiterwirkens auch nach dem Ende der DDR aufgenommen.
Hinweise zur Teilnahme:
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Um Anmeldung bis zum 28. Februar wird gebeten.
Weitere Informationen:

URL dieser Veranstaltung: http://www.idw-online.de/de/event30394

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